Trotz hochgedämmter Gebäude wird im Sommer viel mehr Energie in diese eingetragen als durch deren Dämmung abgehalten werden kann.
Einen Hauptbeitrag leistet hierbei die Sonneneinstrahlung, diese heizt das Gebäude stätig auf, vor allem durch die Fenster dringt diese besonders stark ein. Doch auch wenn Sie die Rollladen geschlossen halten, ist der Wärmeeintrag über die Wände und das Dach so stark, dass ihr Gebäude sich stätig erhitzt.
Eine Kühlung ihres Gebäudes durch die Lüftungsanlage ist nur in einem geringen Maße möglich, unsere Lüftungsanlagen verwenden hierfür den integrierten Bypass. Dieser deaktiviert den Wärmetauscher und bringt nachts die kühle Außenluft ohne Wärmeübertragung in ihr Gebäude.
Doch lässt sich durch die kühle Nachtluft effektiv Kühlen?
Angenommen:
-Ihr Gebäude hat sich so weit erhitzt, dass ihre Raumtemperatur 28°C erreicht hat.
-Es wird in am späten Abend nun kühler und der Bypass ihrer Lüftung aktiviert sich.
-Die kühle Luft kommt nun mit 20°C in ihr Gebäude, der Innenraum kühlt ab.
-Am nächsten morgen schließt der Bypass und sehr schnell ist es wieder zu heiß.
Doch warum ist das so?
Entscheiden ist wo die Wärme gespeichert ist, diese befindet sich nicht nur in der Raumluft sondern auch in den Wänden. Wie groß dieser Effekt ist soll ihnen folgende vereinfachte Betrachtungsweise andeuten:
Gegeben sei ein Haus mit 160m² Wohnfläche und einer Raumhöhe von 2,5 Metern. Das Raumvolumen beträgt also 400m³ Luft. Bei der Dichte von Luft mit 1,2kg/m³ wiegt die Luft in ihrem Gebäude also 480kg.
Wenn nun die umliegenden Wände 33cm dick sind, beträgt das Volumen der Wände 42,2m³. Eine typische Dichte für Baumaterial sind 2000kg pro m³, die Wände wiegen dann 84.480kg.
Das Problem ist nun das die Masse der Wände 176 mal so hoch ist wie die der innenliegenden Luft.
Die Lüftung ersetzt zwar die Luft im Innenraum, aber um die gesamte Energie aus dem Wänden abzutragen, müsste die Luft sehr viele male ersetzt werden.
Lüftungsanlagen sind nach der DIN-Norm dafür ausgelegt ihre Luft in Gebäude etwa 0,5mal pro Stunde auszutauschen. Mit der Stufe Stoßlüftung können diese die Luft etwa 1mal pro Stunde ersetzen.
Aber auch hier ist es so, um effektiv zu kühlen wäre ein viel höherer Luftwechsel nötig, als das dieser durch eine Lüftung oder durch das öffnen der Fenster erreicht werden könnte.
Das wichtigste ist also, egal ob mit oder ohne Lüftung, eine richtige Beschattung um den Wärmeeintrag von außen auf ein Minimum zu beschränken. Dies kann am besten mit einer Außenliegenden Beschattung, erreicht werden und hilft hierbei deutlich die Temperaturen im Gebäude zu reduzieren.
Die Geräte der ComfoAir Serie bietet ihnen die Möglichkeit über das einstellen der Komforttemperatur in das Regelverhalten des integrierten Bypass einzugreifen, Wenn Sie die Komforttemperatur reduzieren bleibt der Bypass länger aktiviert.
Weitere Möglichkeiten zur aktiven Klimatisierung/Kühlung bieten wir für diesen Gerätetypen nicht an,
die Ausnahme ist das ComfoAirQ unter Verwendung des ComfoClime.
mögliche alternativen sehen Sie folgend:
- Klimaanlage
Grundsätzlich kann jede beliebige Split-Klimaanlage zusätzlich ins Gebäude eingebaut werden, da diese nur im Umluftbetrieb arbeiten. Klimaanlagen können allerdings nicht mit der Lüftungsanlage gekoppelt und damit das vorhandene Luftverteilsystem genutzt werden. Hier würde das Lüftungssystem beeinflusst und es könnte dadurch auch zu Kondenswasserbildung kommen.